Tag 1: Anreise

Punkt 4.25 Uhr klingelte heute der Wecker. Eine Katzenwäsche später sassen wir bereits im Auto Richtung Bahnhof Bern. Ein selten genutztes Transportmittel des Bahnhofs Bern erwies sich als sehr hilfreich: der Lift. Unsere beiden Koffer und die zwei Treckingrucksäcke wiegen gefühlt eine Tonne. Haben wir wohl etwas vergessen?

Unterwegs im Zug
Unterwegs im Zug

Die beiden Inlandzüge Bern-Olten und Olten-Basel überzeugten durch das üppige Platzangebot. (Für den Schweizer Berufsalltag waren wir wohl zu früh unterwegs). Ab Basel nach Hamburg waren wie allerdings sehr dankbar über unsere Platzreservierung. Der Zug war bumsvoll. Glücklicherweise konnte die Gebäckablage unser üppiges Gepäck aufnehmen. Bei jedem Halt herrschte wildes Treiben im Gang. Von unseren Fensterplätzen liess sich das Gewusel entspannt bestaunen.

Hamburger Bahnhof
Hamburger Bahnhof

Der Hamburger Bahnhof wurde nur kurz besucht, wir folgten gezielt den Taxi-Symbolen. Kaum hatten wir den Bahnhof verlassen, lagen unsere Koffer bereits in einem Kofferraum. Und der wilde Ritt startete. Noch während der Zielort-Eingabe rollten wir Richtung WOMO-Verleih. Die 54-minütige Fahrt war in 30 Minuten erledigt; da wusste jemand wie man den Hamburger Stadtverkehr umkurven kann…

Nun war es soweit, wir übernahmen unsere mobile Wohnung für die kommenden Tage. Nach einer äusserst freundlichen Begrüssung durch einen kompetenten und aufgestellten Mitarbeiter der Firma MCRent wurden wir in die Welt der WOMOs eingeführt. Einmal aussen und einmal innen… Die grösste Überraschung aussen war die Farbe. Der Platz war voller weisser WOMOs mit einem grauen Schaf – unser Hirvigo (das von uns getaufte WOMO).

Mit viel neuem Wissen und etwas Nervosität (oder umgekehrt) startete unsere Reise mit Hirvigo. Tapfer übernahm Andrea die ersten Meter im Koloss – und meisterte diese souverän. Mit etwas Geruckel aber ganz ohne Abwürgen des Autos erreichten wir einen Supermarkt und kauften unsere ersten Vorräte ein. Erschöpft von der langen Reise wollten wir schnellstmöglich unseren ersten Stellplatz ansteuern. Wir tippten den Standort eines von dem netten MCRent-Mitarbeiter empfohlenen Stellplatz in der Nähe von Bad Segeberg ins Navi ein. Ankunft in 28 Minuten. Schon nach zehn Minuten trafen wir auf das erste Problem: Strasse gesperrt, Umleitung Fehlanzeige. Notgedrungen recht abgebogen suchten wir nach einer Lösung, mit kontraproduktiven Tipps vom Navi: „Bitte wenden“… Nach weiteren zehn Minuten improvisierter Fahrt erreichten wir erneut eine Strassensperre: Die Zufahrtsstrasse zu Bad Segeberg ist wohl komplett gesperrt.

Einige Wendemanöver später traute sich auch Lukas ans Steuer (inkl. drei Pedalen…). Bad Segeberg scheint unerreichbar zu sein und wir suchten ein neues Ziel. Wach hielt uns nur noch das Adrenalin (Lukas) und die rucklige Fahrt (Andrea). Nach einer Weile erreichten wir den angepeilten Campingplatz. Die Barriere blieb aber leider geschlossen und auf dem Gelände herrschte totenstille.

erstes Dinner
erstes Abendessen im Hirvigo

Bei unsere Zickzack-Fahrt fuhren wir bereits 2x an einem Camping-Schild vorbei, welches nun das nächste Ziel darstellte. In Itzstedt angekommen erwartete uns ein Déjà-vu: keine Sau auf dem Platz… Notgedrungen besuchte Lukas das Häuschen und Andrea rüttelte an der Empfangstür. Schon fast wieder losgefahren schnellt die Campingbesitzerin aus ihrem Haus und bietet uns einen Stellplatz an. Sofort gebucht können wir uns endlich entspannt zurücklehnen und unser Abendessen geniessen. Einräumen kann man auch noch morgen…

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