Tag 17: Vom Flachland ins Gebirge

Eine super Idee von gestern rächte sich heute Morgen bei den beiden Campern. Um etwas Gas einzusparen, wurde die Heizung von Stufe 2 auf Stufe 1 runter gedreht. Das Resultat könnt ihr euch, glauben wir, selbst denken. Mit einem üppigen Frühstück inkl. Ei, Zucchetti und Wienerli (unsere Version einer spanischen Tortilla) wurde die Motivation wieder etwas aufgebaut.

Gut genährt machten wir uns auf den Weg nach Norwegen. Noch die letzten finnischen Rentiere passiert, tauchte schon das Zollhäuschen auf. Vielleicht lags am regnerischen Wetter, auf jeden Fall interessierte sich niemand für unsere Einreise.

Kurz nach der Grenze machte sich auch schon ein grosser Unterschied zu Finnland bemerkbar: unser Hirvigo heulte beim Erklimmen der norwegischen Berglandschaft auf. Was jedoch gleich blieb, war die Flora, welche durch die hügeligere Landschaft noch besser überblickt werden konnte. Es dauerte auch nicht lange, da tauchte der erste Berg inkl. Schneekappe am Horizont auf. Beim Anblick hofften wir beide, dass der Schnee noch für einige Zeit dort oben bleiben würde…

Für einen längeren Mittagsrast steuerten wir einen kleinen Hafen an einem Fjord in der Nähe von Laksev an. Aufs Abendessen fuhren wir zurück nach Laksev, um in einem kleinen Bistro lokale Spezialitäten auszuprobieren. Der gastfreundliche Norwege hinter der Theke empfahl uns die Tagesspezialität: ein Kotelett, so zart, dass man es gar nicht zu schneiden braucht. Zudem mussten wir das Rentier-Geschnetzelte probieren. Der Empfehlung folgeleistend bestellten wir die beiden Gerichte – und wurden nicht enttäuscht. Vom Fleisch über das Gemüse bis hin zu den Kartoffeln mundete einfach alles. Natürlich auch die obligatorische Preiselbeer-Sauce.

Bei der Verabschiedung fragte uns der Kellner nach unserem heutigen Reiseziel. Wie sich herausstellte, befindet sich dieses unmittelbar neben seinem Elternhaus. Direkt bot er uns an, dass wir in seinem roten Bootshäuschen sein Boot schnappen dürfen – inkl. Wegbeschreibung zu einem guten Angelplatz. „Just take the trash with you when leaving“ – waren seine Worte. Leider spielt weder das Wetter mit, noch sind wir die grossen Fischer – doch das nette Angebot freute uns sehr.

So fuhren wir noch die letzten Kilometer zum, aus unserem Reiseführer entnommenen, Stellplatz mit Sicht aufs Meer. Die Anfahrt erwies sich als „Andrea-Piste“, wir wurden gut geschüttelt und der 2. Gang war das höchste der Gefühle. Am Ziel angekommen war es bereits dunkel – so freuen wir uns, morgen die Aussicht bei Tageslicht bestaunen zu können.

  • Erste Eindrücke von Norwegen
    Erste Eindrücke von Norwegen

2 Replies to “Tag 17: Vom Flachland ins Gebirge”

  1. Und schon fast „oben“ angekommen! Boahh, das si nes paar km gsi…
    Merci für das Tagebuech u.a. mit de interessante Fototitle, wo o zum Schmunzle arege – u o scho chli legendär wärde🤣🤓

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