Tag 49: Hirvigo startet durch

Der gestrige, ereignislose Tag endete nicht ganz ereignislos. Standplatz gefunden, Ticket gelöst und den Schildern zum Platz gefolgt. Soweit alles gut. Nur noch etwas auskorrigieren, damit uns das Blut beim Schlafen nicht in die Köpfe steigt.
Hirvigo heult auf.
„Es ist matschig!“ – „Was sagst du? Ist es rutschig?“ – „Was? Die Räder dreh’n durch!“ – „Was meinst du? Ich versteh dich nicht!“ – Plötzlich Stillstand. Und nun wo man’s verstanden hätte, haben beide nichts mehr gesagt…
Keine Chance der Befreiung, Hirvigo wollte heute genau hier schlafen! Rundum keine Hilfe in Sicht.
Aber wir waren ja schlau, wir hatten eine Reiseversicherung abgeschlossen. Telefon gezückt und Hotline angerufen: „Feststecken in Schnee oder Schlamm ist „leider“ nicht abgedeckt.“ – Ade merci…
Versicherung des Vermieters kontaktiert: „Wenn Sie nun auf einer Strasse wären, könnten wir helfen. So ist es „leider“ nicht abgedeckt.“ – Ade merci…
Fiat Camper Assistance angerufen: „Falsch Tanken, im Schnee oder Schlamm feststecken sowie Verlust des Schlüssels sind nicht abgedeckt“ – Ade merci…

So beschlossen wir, selbst eine Pannenhilfe zu beauftragen. Nur wo ruft man an? Bei den Versicherungen wollte niemand eine Nummer rausrücken: „Suchen Sie einfach bei Google Maps nach Pannenhilfe.“ – Ade merci, bei unseren dänisch Kenntnissen eher schwierig…
Nach längerer Suche doch noch eine vielversprechende Nummer gefunden, begrüsste uns eine nette Dame mit: „Bla Bli Bla Blu Vælg 1… Pi Pa Pö Vælg 2…“ – Beruhigende Musik – „Bla Bli Bla Blu Vælg 1… Pi Pa Pö Vælg 2…“. Wir vælgten nichts und warteten ab.
Plötzlich meldete sich tatsächlich ein Mensch, in perfektem Englisch und mit viel Hilfsbereitschaft! Er erklärte uns die Möglichkeiten und die Kosten sowie eine weitere Telefonnummer, bei welcher wir es auch noch versuchen könnten. Dort wäre es ev. billiger. War’s leider nicht: ca. 200 – 250 Euro müssten wir hinblättern…
Dazu hatten wir gerade keine Lust. Zudem meinte der nette Mann von der Hotline, dass wegen des vielen Regens momentan etliche Autos feststecken und wir mehrere Stunden warten müssten. Dann schlafen wir eben genau hier, sind ja niemandem im Weg…

double Rainbow! (dafür braucht's eben Regen)
double Rainbow! (dafür braucht’s eben Regen)

So standen wir auch noch heute Morgen „mit’s im Bitz“ und heckten Pläne aus, als drei kräftige Herren an uns vorbeimarschierten. Sofort hüpfte Andrea aus Hirvigo und kehrte mit drei hilfsbereiten Russen zurück. Trotz Verständigungsproblemen schafften wir es mit vereinten Kräften, Hirvigo zu befreien! Puh, zum Glück!

Unserem Tagesprogramm stand also nichts mehr im Wege: Safari im Zootopia Givskud! Von der letzten Safari so angetan, konnten wir uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen, auch diesen Park zu besuchen. Der entscheidende Unterschied zum Ree Park: die Safari konnte mit dem eigenen Auto durchfahren werden! So besuchten wir mit Hirvigo Giraffen, Zebras und co. Ach ja, und da waren ja noch die Löwen! In aller Seelenruhe überquerten diese, direkt vor uns, die Strasse. WOW!

  • Da ist etwas hinter dir...
    Da ist etwas hinter dir...

Bei der Fahrt zu unserem heutigen Stellplatz in Vejle mussten wir noch einen Abstecher über Billund in Kauf nehmen. Heute morgen, beim Schrubben der Finger nach der Schlammschlacht mit Hirvigo, hatte Lukas (das Hirni) doch tatsächlich seinen Ring im „espresso house“ vergessen… Mit Ring und weniger Steinen auf den Herzen, sitzen wir nun am Hafen in Vejle – mit festem Untergrund!


5 Replies to “Tag 49: Hirvigo startet durch”

  1. Cha mir d Andrea grad vorsteue wie si die drei Russe überredet cho zhäufe👍🏻😁

    Schiint die heige viu exotischi Tier im hohe Norde! Bsunders zSchwingi😏

    U womes hät verstande heisi beidi nüt meh gseit….zum Glück siter nid abgstürzt🛬

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.